„Das Land stiehlt sich aus der Verantwortung für seine Bediensteten, für sein Wohnungseigentum und für Wehlheiden,“ so Norbert Sprafke und Anke Bergmann für die Wehlheider Sozialdemokraten. Erst zwinge das Land seine Bediensteten per Residenzpflicht zum Wohnen in einer Siedlung neben der JVA, weil dies aus dienstlichen Gründen erwünscht war. Dann habe das Land die Wohnungen verkommen lassen. Und in diesem Zustand wolle das Land aus ideologischen Gründen die Siedlung privatisieren.
Da die Wohnungen in diesem Zustand weder von den Bediensteten und Mietern noch von einer öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft gekauft werden könnten, wolle das Land jetzt die Bediensteten ihrem Schicksal überlassen und die Siedlung verhökern. „Jetzt kommen nur noch spekulative Käufer in Betracht, die schnell Geld machen wollen und die keine Rücksichgt auf Mieter und der Stadtteil nehmen.“, so Bergmann. Das sei kein sozialverantwortlicher Umgang mit den Bediensteten und auch respektlos gegenüber dem Stadtteil, in dem die JVA seit über 100 Jahren beheimatet sei.
„Wir fordern vom Land Fairness gegenüber seinen Mitarbeitern, seinen Mietern und den Entwicklungschancen Wehlheidens“, sagt Sprafke. Deshalb müsse das Land die Häuser erst einmal in einen angemessenen Zustand versetzen und zu einer angemessenen Preisfindung kommen. Dann könne ein sozialverantwortlicher Übergang in anderes Eigentum organisiert werden. Die beiden SPD-Politiker bedauerten, dass die Kasseler Abgeordente Kühne-Hörmann, obwohl schon vor Monaten öffentlich dazu aufgefordert, sich der Hilfe zu Gunsten der JVA-Bediensteten verweigere.



