„Als pikant und wenig hilfreich in der aktuellen Diskussion um den Standort des Rettungshubschraubers Christoph 7“ sieht Wehlheidens Ortsvorsteher Norbert Sprafke die vorgelegte Leistungsbilanz der Rettungshubschrauberstation. Die Verschiebung der Einsätze zu Einsätzen mit Hausarztcharakter, bei denen die Patienten nach Einschätzung der ärztlichen Leitung keinen Notarzt bräuchten, deutet auf eine erhebliche Fehlverwendung von Mitteln hin. Das Gesundheitssystem werde mit der teuersten Art von ärztlicher Hilfe belastet.
„Das ist eine erhebliche Fehlentwicklung im Gesundheitssystem, dass in der Fläche die hausärztliche Versorgung nicht mehr garantiert und ersatzweise mit hubschraubergestützten Notarzteinsätzen abgedeckt werden muss. Man muss das Land Hessen fragen, ob es wahr und richtig sein kann, das bei fast der Hälfte der Einsätze erhebliche Mittel vergeudet werden, weil diese Einsätze eigentlich nicht notwendig sind und dem Einsatzzweck des Hubschraubers widersprechen,“ meint Sprafke.
Ein erheblicher Teil der Einsätze könnte eingespart und die Belastung der Anwohner erheblich gemindert werden.

Ich verstehe nicht, warum sie sich an einer offenen Debatte nicht mit ihrem Namen und ihrem Gesicht beteiligen, sondern mit einem Nick. Wer seinen Namen verbirgt in dieser Debatte, den frage ich: was haben Sie sonst noch zu verbergen ? Ist der Ortsbeirat mit seiner Stellungnahme auf einen Sachverhalt gestoßen, dessen Veröffentlichung ihnen peinlich ist. Warum reagieren sie sonst wie ein waidwund geschossenes Tier ?
Zum Sachstand in der Debatte über den Hubschrauberstandort:
Der Ortsbeirat hat in seiner Sitzung am 16.2.2011 einstimmig beschlossen, Aufklärung zu fordern über die Ungereimtheiten im Genehmigungsverfahren und in der Einsatzleistung. Dabei beruft sich der Ortsbeirat auf folgende
Stellungnahme in der HNA vom 28.1.2010:
“Gestiegen ist jedoch der gefühlte Anteil der Hausbesuche, sagt Thomas Köhler, leitender Notarzt von Christoph 7 “Immer häufiger übernehmen wir die Hausarztfunktion” Und die Statistik zeigt, dass die Retter mit ihrem Gefühl nicht falschliegen. 58 % der Patienten drohte zumindestens Lebensgefahr..42% litten unter weniger schweren Erkrankungen oder Verletzungen.
Kurzum: Christoph 7 wird also häufiger zu Patienten gerufen, die nicht zwingend einen Notarzt bräuchten. (..)
An diesen Zahlen sind nach Ansicht von Köhler Entwicklungen im Gesundheitssektor abzulesen. Gerade in ländlichen Gebieten (…) verschlechtert sich die hausärztliche Versorgung. Die Luftretter spüren diese Entwicklung beseits seit Längerem…”
Was ist infam, Herr Arzt, daran, den leitenden Notarzt zu zitieren und die Schlüsse zu ziehen, die der Notarzt auch schließt?
Der Ortsbeirat und ich befürchten, dass durch die Unklarheiten im Genehmigungsverfahren und im Einsatz des Hubschraubers die Akzeptanz für den Hubschraubrestandort schwindet: und das hätten dann das Land Hessen als Genehmigungs behörde und die Betrieber des Hubeschruabers zu verantworten
lieber Herr Hoppeditz, ich verstehe überhaupt nicht die Aggressivität ihrer Stellungnahme und ihres Tons. Was ist Ihnen passiert. Zum andern, sind wir Genossen miteinander ? Oder warum sprechen Sie mich so an ? Und zum dritten, tatsächlich bin ich doch Lokalpolitiker, und kein Provinzpolitiker. Wehlheiden ist zwar das schönste Dorf der Provinz Hessen-Nassau gewesen, aber dadurch werde ich nicht zum Provinzpolitiker. Und zum vierten: sie müssen meine Erklärung lesen und verstehen wollen, und das Wichtige ist, bevor sie kritisieren. Und dann den Schaum wegwischen.
1. Die Feststellung, dass 45 % der Flüge der hausärztlichen Versorgung dienen und aus rettungsdienstlicher Sicht nicht notwendig wären, stammt vom Ärztlichen Leiter der Hubschraubereinsatzleitung.
2. 45 % weniger Einsätze bedeutet 45 % weniger Belästigung für die Anwohner und 45% weniger Kosten für die Krankenversicherungen.
3. das 45 % der Einsätze aus ärztlicher Sicht nicht notwendig wären, deutet auf einen Mängel hin: auf eine mangelhafte hausärztliche Versorgung in den Landkreisen – eine Sache der Kassenärztlichen Vereinigungen und des Landes -. Evtl. könnte auch das Alarmierungssytem effizienter werden, um in der Rettungszentrale notwendige Einsätze von solchen Einsätzen besser unterscheiden zu können und Alternativen anzusteuern.
4. durch die mangelhafte Politik des Landes – in der Frage der hausärzlichen Versorgung – und in der Frage der Transparenz der Entscheidungen über die Genehmgiung des Hubschraubers gefährdet das Land die Zustimmung der Anwohner zum Rettungshubschrauber. Denn noch ist im Moment unklar, auf welcher rechtlich gültigen Genehmigungslage der Hubschrauber eingesetzt wird. Es ist also am Land, Transparenz und damit Zustimmung zum Hubschrauber zu schaffen. Das ist die Lehre aus Stuttgart 21: intransparente Entscheidungen schaffen Unmut und verkehren Zustimmung in Ablehnung.
Ich gehe davon aus, dass Sie das auch nicht wollen. Also: forden Sie mit mir transparente Entscheidungswege für den Hubschrauber und Minderung der Belastungen für die Anwohner durch ein effizientes Alarmierungsssystem und eine bessere hausärztliche Versorgung
Sehr geehrter Herr Sprafke,
bei allem Respekt für Ihre kommunalpolitische Arbeit lassen Ihre neuerlichen öffentlichen Äußerungen zur Einsatztätigkeit des Rettungshubschraubers Christoph 7 ein Mindestmaß an Seriösität vermissen. Es ist unverantwortlich oberflächlich, auf geradezu billige Art populistisch, wie undifferenziert Sie zum notfallmedizinischen Spektrum der Kasseler Lufrettung Stellung nehmen. Sie reihen völlig einer Grundlage entbehrende Aussagen (Unwahrheiten!) aneinander.Offensichtlich ist, dass Sie keinerlei Recherche oder gar Kontakt zur ärztlichen Leitung vorangeschickt haben. Kennen tun Sie den ärztlichen Leiter: er war bei einer Ihrer öffentlichen Sitzungen zugegen, doch seine Position hat in der Sitzung und der unaufrichtigen Debatte um Christoph 7 und seine Stationierung insgesamt nicht wirklich interessiert.
Alles in allem ein beschämendes Bild unserer Gesellschaft und Ihrer Mandatsträger, welches Sie jetzt noch durch die undifferenzierte öffentliche Stellungnahme um eine weitere Facette ergänzen.
Jetzt flippen Sie Herr Spraffke und Ihre Genossen völlig aus. Vergleich mit Stuttgart 21 ????
Größenwahn eines Provinzpolitikers.
Dann kommts aber noch dicker. Spraffke und Co kritisieren “„Hubschrauber-Einsätze mit Hausarztcharakter” Liebe Genossen ob akute Lebensgefahr bestand oder nicht, weiß man immer erst NACH dem Einsatz.
Wer bestimmt bei einem Notruf die Notwendigkeit?
Hoffentlich nicht die Wehlheider SPD.
Bei solchen Mitmenschen kann man sich nur Fremdschämen, Sie selber schämen sich nicht.
nach §29 b Abs. 2 Luftverkehrsgesetz ist auf den Schutz der Bevölkerung vor” unzumutbaren” -ich betone:” unzumutbaren” -fluglärm hinzuwirken.Insoweit ist doch der Lärm, der von einem Hubschrauber ausgeht,der zur Rettung von Leib und Leben einer Person im Einsatz ist ,wohl hinzunehmen !!111